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Blasenentzündung

Cystitis (Blasenentzündung): ein Thema, das leider sehr viele Frauen betrifft. Und das trotz oder gerade wegen Antibiotika?

Wenn eine Patientin darunter leidet, dann oft schon sehr lange und sehr häufig. Und häufig hat diese Frau deswegen schon sehr viele Male Antibiotika verschrieben bekommen. Und leider ebenso häufig hat genau dieses Antibiotika nicht oder nicht mehr geholfen. Zumindest nicht langfristig.

Antibiotika versus Naturheilkunde

Keine Frage: auch ich war schon sehr froh, dass es heutzutage Antibiotika gibt. Wobei man sich spätestens nach der zweiten Blasenentzündung bereits Gedanken macht, ob es gut ist, schon wieder Antibiotika zu nehmen. Nicht zuletzt, weil es im Darm auch die nützlichen Bakterien abtötet.

Außerdem habe ich mir immer schon Frage gestellt, was denn Frauen früher gegen eine Blasenentzündung gemacht haben, als es noch keine Antibiotika gab. Da gab es sicher viele Hausmittel und Pflanzen, die eingesetzt wurden. Viele Tipps wurden weitergegeben, wie zum Beispiel nach dem Sex auf die Toilette zu gehen (→ “Honymoon Cystitis“), weil durch den Geschlechtsakt körpereigene Bakterien in die Vagina und Blase gelangen können.

Ansicht einiger pflanzlicher Medikamente, die gegen Blasenentzündung helfen sollen.

Und natürlich gibt es auch heute noch einen großen Markt für naturheilkundliche Medikamente auf Pflanzenbasis, die durchaus die Symptome verbessern können. Und auch hier spreche ich aus eigener Erfahrung und war schon oft froh darüber. Aber diese Medikamente müssen immer wieder eingesetzt werden, weil oft die Blasenentzündung schon wieder da ist. Und nicht immer reicht diese Behandlungsmethode aus und es wird erneut zum Antibiotika gegriffen.

Ansicht einiger homöopathischer Mittel, die oft bei Blasenentzündung verwendet werden.

Ich als Homöopathin habe natürlich auch mit dieser Heilkunde Erfahrung. Und auch da hatte ich sowohl in meiner eigenen Praxis, als auch bei mir selbst schon sehr viele Erfolge bei der Behandlung von Blasenentzündungen.

Häufige Fragen zur Blasenentzündung

Auf Grundlage meiner Beobachtungen in meiner naturheilkundlichen Praxis, habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  • Warum bekommen manche Frauen sehr oft eine Blasenentzündung und manche gar nicht?
  • Kann es wirklich sein, dass kalte und/oder nasse Füße oder ein nasser Badeanzug ausreichen, um eine Blasenentzündung zu provozieren?
  • Was ist im Körper einer Frau, die zur Blasenentzündung neigt anders als bei Frauen, die es nicht tun?

In der Homöopathie findet man zum Beispiel genau zu den oben beschriebenen Auslösern die passenden Mittel und diese helfen auch oft.

Alternative Analyse- und Behandlungsmethoden

Aufgrund all dieser Fragen bin ich zur Aromaöltherapie gekommen; bzw. erst einmal zur Urinanalyse beim Institut für Mikroökologie und daran anschließend zur passenden Therapie mit ätherischen Ölen.

Ich möchte in diesem Artikel lediglich darauf hinweisen, dass es Alternativen zur Antibiotika Therapie gibt und dass diese genauso wissenschaftlich fundiert und im Labor nachweisbar sind wie eine Antibiotika Therapie. Und dass Ätherische Öle bzw. deren Wirksamkeit eine echte Alternative zur herkömmlichen Pflanzenheilkunde sein kann; zumindest deren Anwendungsform. (hier als Vaginal Zäpfchen)

Ich fasse in diesem Beitrag also meine Recherchen und Erfahrungen zusammen und lege dabei keine Wert auf Vollständigkeit und eine wissenschaftliche Ausdrucksweise. Dies mache ich sehr bewusst, denn die Patientinnen, die zu mir in die Praxis kommen, wissen es zu schätzen, wenn ich versuche ihnen den Sachverhalt einfach und verständlich zu erklären.

Ablauf von Analyse bis Therapie

  • Während einer akuten Blasenentzündung oder auch bei chronischen Beschwerden schickt die betroffene Patientin oder deren Therapeutin eine Urinprobe ins Institut für Mikroökologie für einen Cystitis Check (→ Musterbefund) ein.
  • Im Labor können Bakterien mit Hilfe eines PCR-Tests nachgewiesen werden. Das heißt, kleinste Fragmente von zum Beispiel Echerichia coli oder anderen Bakterien sind nachweisbar.
  • Vorhandene Bakterien können in der aktiven Form nachgewiesen werden, aber auch in der inaktiven Form.
  • Bei den inaktiven Bakterien haben sich diese in das Blasenepithel zurückgezogen. Diese können immer wieder erneut ausbrechen; zum Beispiel durch Kälte (kalte, nasse Füße oder einen nassen Badeanzug), schlechtere Durchblutung des Intimbereichs bei Frauen in den Wechseljahren), Geschlechtsverkehr oder Ähnliches. Und wohl gemerkt, diese inaktiven Bakterien können schon eine sehr lange Zeit vorhanden sein und nie ganz durch ein Antibiotikum abgetötet worden sein.
  • Werden Erreger im Urin nachgewiesen, kann man ein Antibiogramm erstellen lassen, bei der eine Resistenzüberprüfung des Antibiokitas auf die Erreger durchgeführt wird.
  • Oder man kann ein Aromatogramm erstellen lassen, bei dem ebenfalls eine Resistenzüberprüfung verschiedener Ätherischer Öle auf die vorhandenen Erreger durchgeführt wird.
  • Dementsprechend kann man sich dann das passende Antibiotika verschreiben lassen.
  • Oder individuelle Aromaöl Vaginal Zäpfchen herstellen lassen, die man in der Folge zur Therapie einsetzen kann. Die dazugehörige Rezeptur erhält man vom Institut für Mikroökologie.
  • Gegebenenfalls kann Frau auch einen Vaginal Check beim Institut für Mikroökologie mithilfe eines Vaginal Abstrichs in Auftrag geben und dementsprechend eine Therapie mit ätherischen Ölen durchführen. (Hier können übrigens auch Vaginalmykosen / Pilzinfektionen nachgewiesen werden.)
Ansicht einiger Aromaöle, die oft bei Blasenentzündung eingesetzt werden.

Wie gesagt, das kann man alles sehr ausführlich auf der Website des Instituts für Mikroökologie nachlesen. Hier möchte ich lediglich zeigen, welche Möglichkeiten Frauen haben, um herauszufinden, was eigentlich in ihrem Körper los ist.

Therapieansatz Darm

Ein weiterer Therapie Ansatz kann eine Analyse des Darmmilieus bzw. das Vorhandensein eines Nahrungsmittel-Allergie-Typ 3 sein. (Die Nahrungsmittel-Allergie-Typ 3 bespreche ich zu einem späteren Zeitpunkt in einem weiteren Artikel.) Hier nur so viel: es kann durch eine gestörte Darmflora und/oder durch eine durchlässige Darmschleimhaut meiner Meinung nach auch zu einer Fehlbesiedlung anderer Epithelschichten im Körper kommen. Ebenso kann das Immunsystem durch eine nicht intakte Darmflora beeinträchtigt sein. (Auch zu diesem Thema verweise ich auf einen Artikel auf der Webseite des Instituts für Mikroökologie.)

Wechseljahre als Zusatzproblematik

Bei Frauen in den Wechseljahren kann zu einer bestehenden Grundproblematik der Neigung zu Blasenentzündungen noch der Rückgang der Vaginalschleimhaut eine Rolle spielen. Dieser Rückgang der Schleimhaut erfolgt durch den Rückgang der weiblichen Geschlechtshormone. Hier könnte es zusätzlich sinnvoll sein, eine Östrogencreme anzuwenden. Das sollte Frau dann mit der Frauenärztin / dem Frauenarzt besprechen. Hier nur wieder der Hinweis, dass gerade eine Reizblase mit oder ohne immer wiederkehrenden Harnwegsinfekten einen Zusammenhang mit einem Rückgang bzw. dem Fehlen von Östrogen haben kann.

Resümee

Wie in diesem Artikel ersichtlich, spielen wie so oft eine Vielzahl an Gründen eine Rolle, warum eine Frau unter immer wiederkehrenden bzw. chronischen Harnwegsinfekten leidet.

Und da es im Internet und der Literatur bereits viele Tipps und Ideen gibt, was Frauen dagegen tun können, lege ich in diesem Beitrag Wert darauf, eine Ergänzung dazu aufzuzeigen. Nicht zuletzt, weil ich selbst zu den betroffenen Frauen gehöre und froh war, endlich Erklärungen für das Phänomen chronische Blasenentzündung zu haben und eine individuelle Therapie einzuleiten zu können.

Insofern berate ich Sie gern, teile meine Erkenntnisse mit Ihnen und versuche Ihnen dabei zu helfe herauszufinden, was bei Ihnen das Problem ist. Dafür können Sie mich gern in meiner Praxis kontaktieren.

Bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit der beschriebenen homöopathischen und naturheilkundlichen Behandlungsmethoden durch die Allgemeinmedizin nicht anerkannt sind. Darüber hinaus empfehle ich Ihnen, möglichst keine Selbstversuche mit Hochpotenzen zu machen. Näheres zu diesen beiden Aspekten finden Sie hier.